TIEFENPSYCHOLOGISCH FUNDIERTE PSYCHOTHERAPIE

Dabei handelt es sich um ein effizientes wissenschaftliches Verfahren, das den aktualisierten, unbewussten und unverstandenen Konflikt und die therapeutische Beziehung in das Zentrum der Handlung stellt.
Sie ist ein fokussiertes dialogisches Behandlungsverfahren von begrenzter Zeitdauer.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wurde aus der Psychoanalyse abgeleitet, gründet sich auf modernen psychoanalytischen Theorien und gehört zu den dialogischen Behandlungsverfahren. Sie ist eine fokussierte Psychotherapie von begrenzter Zeitdauer, bei der eine oder mehrere Konflikte therapeutisch aufgearbeitet werden können. Dies geschieht in einer Weise, in der die Sinnhaftigkeit des Symptoms, was den Patienten in die Praxis geführt hat, sowohl verständlich als auch begreifbar gemacht wird.  Durch das Wiedererleben von alten und bislang verdrängten Gefühlen wird eine neue und bewusste Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen möglich. Dadurch verändert sich der Umgang mit den aktuellen Problemen in günstiger Weise. 

Indikationen:

Konkret kann das bedeuten, dass folgende Beschwerden oder Themenfelder des Patienten vorliegen:

  • Psychosomatische Beschwerden wie z.B. chronische Beschwerden im Wirbelsäulen- oder Nackenbereich, Migräne, chronische Blasenentzündungen, Hauterkrankungen oder Schmerzen, für die keine organischen Ursachen gefunden werden
  • Übersteigerte Ängste vor Krankheiten und Infektionen
  • Schwierigkeiten damit, sich körperlich oder geistig-seelisch zu entspannen
  • Unruhezustände und Schlafstörungen
  • Irrationale Ängste oder als quälend empfundene Befürchtungen
  • Angststörungen
  • Panikstörungen
  • Selbstwert-Probleme wie Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle, Anzweifeln der eigenen Fähigkeiten und Leistungen, die Vorstellung, nicht liebenswert zu sein
  • Übersteigerte Schuldgefühle oder Schuldzuweisungen an Andere
  • Quälende Gewissensbisse
  • Wutgefühle und Abwertungen bezogen auf sich selber oder bezogen auf andere Menschen
  • Schwierigkeiten der Verarbeitung von Verlust, Trauer, Tod
  • Schwierigkeiten mit Kritik bzw. übersteigerte Selbstkritik
  • Unfähigkeit des angemessenen Umgangs mit erfahrenen Kränkungen, sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext
  • Immer wiederkehrende Muster und Probleme in Beziehungen mit anderen Menschen und daraus resultierende Schwierigkeiten im privaten und beruflichen Umfeld
  • Akute und/oder chronische Belastungsreaktionen
  • Anpassungsstörungen

Orientierendes Erstgespräch,
probatorische Sitzungen,
Frage der Kostenübernahme

Zunächst findet ein sogenanntes Erstgespräch statt, in dem es darum geht, sich kennen zu lernen und im persönlichen Kontakt das Anliegen zu erfahren, was den Patienten/die Patientin in die Praxis geführt hat. Am Ende der Stunde teile ich dem Klienten/der Klientin meine Einschätzung darüber mit, welches der nächste Schritt in seiner/ihrer jetzigen Situation sein könnte.

Manchmal reichen wenige und gezielte Beratungsgespräche aus, um Klarheit in eine Angelegenheit zu bringen, manchmal ist eine andere Therapieform geeigneter als die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Möglich ist auch, dass ich mit meinem Hintergrund als Ärztin zur weiteren schulmedizinischen Abklärung wie z.B. bestimmte Laboruntersuchungen oder zur fachärztlichen Mitbehandlung rate. Dies wird offen kommuniziert. 

Wenn auf der persönlichen Ebene eine Verbindung zwischen Therapeutin und Klient/In hergestellt werden konnte und der tiefenpsychologisch fundierte Ansatz aus meiner Sicht der zum jetzigen Zeitpunkt angemessene ist, kann die eigentliche Behandlung beginnen. Sie umfasst zwischen 25 und 80 Stunden und findet in der Regel 1x pro Woche statt. Die Sitzungen dauern 50 Minuten. 

Für privat- und beihilfeversicherte Patienten werden die Details der  Kostenübernahme innerhalb des Erstgesprächs besprochen.

Voraussetzungen fÜr eine erfolgreiche Psychotherapie sind die FÄhigkeit und die Bereitschaft des Patienten zur aktiven, entschlossenen und zielstrebigen Mitarbeit.